Hühnerfrikassee auf libanesisch – Fatteh

Hühnerfrikassee - fatteh

Fatteh

[Fat:teh]

Na gut, so wirklich Hühnerfrikassee kann man zu dem Gericht nicht sagen, aber es kommt dem Ganzen schon – naja – etwas nah. Da ist Hühnchen drin und es gibt eine leckere Sauce 😉

Fatteh gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten – die bekannteste und wohl beliebteste Variante ist die mit Hühnchen. Okay, aber was ist Fatteh denn nun überhaupt? Fatteh bedeutet „zerrupft“ oder „zerrupfte(s)“. Das Wort steckt übrigens auch in Fattoush. Beide Rezepte haben eine leckere Gemeinsamkeit: knusprig zerrupftes bzw. zerbrochenes Fladenbrot.

Bei diesem Rezept wird das Fladenbrot im Ofen richtig knusprig gebacken, dann zerbrochen und es bildet anschließend eine leckere Grundlage für das Hühnchen, die Tahini-Joghurt-Sauce und die zarten Kichererbsen. Und weil das noch nicht ganz reicht, kommen zum Schluss noch ein paar frische Kräuter und in Ghee oder Butter geröstete Pinienkerne. Knusprig, zart, herzhaft, frisch und nussig – der Geschmack ist sagenhaft. Ich liebe es, mir von der untersten Schicht ein Stück Fladenbrot zu nehmen und darauf alle Komponenten zu haben.

Das Ganze gibt es dann am Wochenende gerne mal zum Frühstück. Ja, die Libanesen mögen es morgens sehr gerne herzhaft 🙂
Aber natürlich ist Fatteh auch ein fantastisches Mittags- oder Abendessen. Lass dich also von keiner Tageszeit davon abhalten – es sei denn du hast an dem Tag noch ein Date… Knoblauch-Alarm!

Dieses Rezept habe ich übrigens ausnahmsweise nicht von meiner Mutter, sondern von meinem Vater. Er hat es geliebt, es am Wochenende zum Brunch für uns zuzubereiten und meine Mutter genoss es, auch mal von meinem Vater bekocht zu werden. Das ist aber leider schon fast 10 jähre her… Fatteh ist deshalb für mich auch immer eine Erinnerung an einen geliebten Menschen.

Rezept

Zutaten für 4 Personen:

Hähnchen

  • 4 Hähnchenschenkel
  • 1 kleine Dose Kichererbsen
  • 1 Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Nelke
  • 1/2 Zimtstange
  • 1 Möhre
  • 1 Kardamomkapsel
  • 2 TL Salz
  • 2 Piment

Joghurt-Tahini-Sauce

  • 300 g Joghurt
  • 3 EL Tahini
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 1 – 2 Knoblauchzehen (ganz nach deinem Geschmack)
  • 3 – 4 EL Wasser
  • 1/2 TL Cumin
  • Salz

Außerdem

  • 4 libanesische Fladenbrote
  • Etwas Petersilie
  • Etwas frische Minze
  • Eine Prise getrocknete Minze
  • 1 Handvoll Pinienkerne
  • 1 EL Ghee

Zubereitung:

Hähnchen

  1. Schäle die Zwiebel und halbiere sie.
  2. gib alle Zutaten für das Hähnchen in einen Topf und bedecke alles mit Wasser.
  3. Lass das Hähnchen auf mittlerer Stufe ca. 35 Minuten köcheln.

Sauce

  1. Schäle den Knoblauch und zerstoße ihn in einem Mörser.
  2. Gib den Knoblauch in eine Schale und gib dann die restlichen Zutaten für die Sauce hinzu und verrühre alles miteinander. Schmecke dann mit Salz ab.

Fast fertig

  1. Heize den Backofen auf 180 °C vor und backe das Fladenbrot darin bis es leicht braun und knusprig wird. Nimm das Fladenbrot anschließend wieder aus dem Ofen und brich es in unregelmäßig große Stücke.
  2. Zerlasse das Ghee in der Pfanne und röste darin kurz die Pinienkerne an.
  3. Hacke etwas Minze und Petersilie.
  4. Nimm die Hähnchenschenkel aus der Brühe heraus und löse das Fleisch von der Haut und den Knochen. Das Fleisch darf dabei ruhig etwas zerfasern.
  5. Verteile etwas Fladenbrot und das Hähnchenfleisch auf die Teller, gib darauf wieder etwas Fladenbrot, dann die Sauce und die in der Brühe gekochten Kichererbsen.
  6. Zum Schuss gibst du etwas Pinienkerne mit Ghee über die Sauce und garnierst die Teller mit frischer und getrockneter Minze und Petersilie.

Guten Appetit. 🙂

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2 Comments on “Hühnerfrikassee auf libanesisch – Fatteh”

  1. Da kann man mal sehen, wozu diese Köstlich-und-Konsorten-Gruppe gut ist. Einen wirklich schönen und sehr appetitanregenden Foodblog habe ich hier entdeckt. Ich werde weiter mitlesen und bin sehr gespannt auf die Libanesischen Familienrezepte!

    1. Hallo Nata!
      Vielen Dank und herzlich Willkommen. Ich freu mich sehr, dass du dich hier wohl fühlst. Wünsche dir schon mal einen guten Appetit 🙂
      LG
      Rafik

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