Pistazieneis mit Rosenwasser

Pistazieneis
Pistazieneis mit Rosenwasser

[busa:ma:fustuk:il:halabi:ma:mawarid]

Eins vorweg: wir haben zu Hause leider nie selbst Eis gemacht und so konnte ich dieses fantastische Eis immer nur im Urlaub bei der Familie genießen. Es wurde also höchste Zeit für eine Eismaschine und etwas Zeit zum Experimentieren. Zum Glück gibt es bei der Grundmasse für Eiscreme nicht viel verkehrt zu machen. Man nimmt Milch, Sahne, Zucker und Eigelb. Alles andere ist Dir dann überlassen. Ich experimentierte also mit dem Rezept und dem Verhältnis der einzelnen Aromen, was echt Spaß gemacht hat – und manchmal auch ordentlich in die Hose ging. Bei diesem Pistazieneis war die Dosierung des Rosenwassers eine besondere Herausforderung für mich.

Rosenwasser ist im Orient eine sehr beliebte Zutat. Meistens wird es in Süßspeisen verwendet: in Eis, Baklava, Milchreis – um nur ein paar Süßspeisen zu nennen.  Als Kind habe ich immer einen Löffel Rosenwasser bekommen, wenn ich Magenschmerzen hatte. Der Geschmack von purem Rosenwasser ist überfordernd voluminös, aber es hat tatsächlich geholfen.

Ich denke, die Dosierung von 1 ½ EL Rosenwasser funktioniert für mich am besten.

Als ich mich an dieses Rezept wagte, kamen mir außerdem einige Fragen auf. Wird es so gut, wie ich es aus dem Urlaub kenne? Und, wie fotografiere ich das Eis? Wie kann ich diesem voluminösen und irgendwie dennoch zarten Geschmack optisch gerecht werden? Wie ich mich schlussendlich entschieden habe, seht ihr auf dem Bild. Es ist voluminös und kitschig. Ja, ich stehe dazu: dieses Eis ist der pure Kitsch – im besten Sinne. Und so musste auch das Foto sein.

Der Geschmack der Pistazie kommt hier ordentlich zur Geltung, wobei das Rosenwasser eine Üppigkeit mit sich bringt, die ich so in keinem anderen Eis genossen habe. Ich wette mit euch, so ein Pistazieneis hattet ihr noch nie!

Das Rezept

Zutaten für ca. 1/2 Liter Eis:

  • 250 ml Milch (3,5% oder 3,8% Fett)
  • 250 ml Sahne (30% Fett)
  • 170 g Pistazien
  • 4 Eigelb
  • 110 g Zucker
  • 1 – 2 EL Rosenwasser


Zubereitung:

  1. Zerstampfe eine Hälfte der Pistazien in einem Mörser bis sie sehr fein sind.
  2. Die andere Hälfte der Pistazien grob hacken und beiseitelegen.
  3. Trenne das Eiweiß vom Eigelb.
  4. Schlage das Eigelb mit dem Zucker cremig.
  5. Gebe die Milch, Sahne und die fein gestampften Pistazien in einen Topf und erhitze die Mischung unter Rühren bis kurz vor dem Siedepunkt und nimm den Topf dann vom Herd – bitte nicht kochen lassen.
  6. Rühre nun die heiße Mischung langsam ins Eigelb und erwärme alles noch einmal bis es schön sämig wird. – Du erkennst es, wie auch bei Saucen, am Rücken eines Löffels. Wenn die Eismasse am Löffel haften bleibt, ist sie perfekt.
  7. Jetzt kommt das Rosenwasser hinzu. Du kannst selbst entscheiden, wie intensiv du die Rose schmecken möchtest. Mehr als 2 TL würde ich aber nicht nehmen.
  8. Bevor die Eiscrememasse in die Eismaschine* kommt, muss sie erst für ca. 20 Minuten abkühlen.
  9. Gebe das Eis in eine Eismaschine und lass das Eis 45 – 60 Minuten gefrieren. Bevor das Eis richtig fest wird, gebe die grob gehackten Pistazien dazu.

 

 

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