Pralinen aus Weißem Nougat

Praline aus weißem Nougat

Pralinen aus Weißem Nougat

[hello:ktierrr]
„Ach, das kann doch jetzt nicht sooo schwer sein, mal eben Pralinen zu machen…“
„Was stellen sich denn immer alle so an?!?“
Ja, das dachte ich. Im Endeffekt war es auch gar nicht so schwer – nur etwas tricky!

Also, „mal eben“ geht es tatsächlich nicht. Auch wenn diese unfassbar süßen und leckeren Pralinen in nur einem Augenblick im Mund verschwunden sind, benötigt die Zubereitung einige Zeit und manchmal auch etwas Nerven. Beim ersten Versuch bin ich kläglich gescheitert. Die Nougatmasse wollte einfach nicht fest werden. Ich habe mich richtig eingesaut. Und die Küche sah aus…
Damit dir das nicht passiert, habe ich einige Zeit experimentiert.

Ach ja: es geht hier übrigens gerade um Pralinen aus Weißen Nougat. Für Weißen Nougat braucht man nicht viel: Etwas Eischnee, Zucker, Honig und ein paar geröstete Nüsse.
Das Geheimnis der Verarbeitung ist die richtige Temperatur und vor allem Geduld.
Die Masse muss lange gerührt bzw. geschlagen werden. Wenn du stolzer Besitzer einer Küchenmaschine bist, bist du ganz klar im Vorteil. Allen anderen würde ich für dieses Rezept tatsächlich eine Küchenmaschine empfehlen. Klar, es geht auch ohne – aber deine Arme werden ohne Helfer am Ende sehr lang sein.

Nachdem man den Eischnee mit Zucker aufgeschlagen hat, muss man einen Sirup aus Zucker und Honig ansetzen. Hier war ich leider zu ungeduldig und habe den Sirup nach kurzem Köcheln vom Herd genommen. Für die spätere Konsistenz des Nougats ist es enorm wichtig, dass die Zucker-Honig-Mischung unter Rühren lange köchelt – mindestens 10 Minuten. 15 Minuten sind sogar besser. Mache also nicht den gleichen Fehler wie ich.

Nachdem der Sirup fertig ist, schlägt man ihn nach und nach heiß in den Eischnee. Hier kommt die Küchenmaschine ins Spiel. Wenn du keine hast, dann lass dir bei diesem Schritt besser helfen. Man kann sich sonst schnell verbrennen oder die Hälfte des Sirups danebengießen. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.
Die Masse muss nun mindestens 15 Minuten gerührt werden – Jetzt verstehst du auch, warum ich hier eine Küchenmaschine empfehle. Nachdem die Masse zum Abkühlen in eine Backform gegeben wird, sollte sie einen ganzen Tag ruhen. Nur wenn du dir diese Zeit nimmst, wird der Nougat am Ende schnittfest.

Bei meinem ersten Versuch blieb die Nougatmasse auch am nächsten Tag klebrig und zähflüssig. Geschmacklich war der misslungene Nougat super! Ich wollte das gute Zeug also nicht wegwerfen. Für diesen Fall kann ich dir empfehlen, die Masse einzufrieren. Ich konnte die gefrorene Masse prima schneiden und habe dann einfach fantastischen „Eiskonfekt“ daraus gemacht. 😉

Beim zweiten Anlauf klappte es dann besser! Ich hatte etwas Hilfe, habe dem Sirup mehr Zeit beim Köcheln gegeben und die Masse lange gerührt und ruhen gelassen.
Das Ergebnis: ein Zuckerschock! 😀
Diese Pralinen sind heftig!
Heftig süß!
Heftig lecker!

Beim Überziehen mit der Schokolade dachte ich mir übrigens, dass diese kleinen Mega-Sünden unperfekt eigentlich am schönsten aussehen. Also ließ ich der Schokolade freien Lauf und bestand nicht darauf, dass jede Praline komplett davon überzogen wurde.

Rezept

Zutaten für etwa 700g Pralinen

  • 100g Mandeln
  • 40g Pinienkerne
  • 70g Pistazien (ungesalzen)
  • 10g fein gehackte Pistazien
  • 1 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 245g Zucker
  • 25g Zucker
  • 150g Honig (mild, flüssig)
  • 50 ml Wasser
  • 1 TL Rosenwasser
  • 200g Bitterschokolade (80%)
  • etwas Speisestärke zu Bestäuben

Zubereitung:

  1. Lege eine rechteckige Backform mit Backpapier aus.
  2. Röste die Nüsse an: Zuerst die Mandeln. Gebe nach 3-4 Minuten die Pistazien hinzu und nach weiteren 2 Minuten kurz die Pinienkerne. Nimm die Nüsse aus der Pfanne und lasse sie abkühlen.
  3. Schlage das Eiweiß mit der Prise Salz so lange auf, bis daraus ein weißer, cremiger Schnee wird. Füge nun 25g Zucker hinzu und schlage den Eischnee kurz weiter.
  4. Gebe 245g Zucker, den Honig, und das Wasser in einen kleinen Topf und erhitze das Ganze langsam bis sich alles miteinander vermengt hat.
  5. Lasse die Zucker-Honig-Mischung nun für ca. 10 – 15 Minuten leicht köcheln. Es wird ein Sirup entstehen. Damit der Sirup nicht anbrennt, rühre ihn bitte regelmäßig um und erhitze ihn nicht zu stark (140° – max. 145°). Lasse den Sirup anschließend für 1 – 2 Minuten abkühlen.
  6. Schlage den Sirup nun langsam in den Eischnee ein.
  7. Rühre nun einen TL Rosenwasser ein.
  8. Schlage die Creme nun ca. 15 Minuten weiter. Du wirst merken, dass sie allmählich fester wird.
  9. Hebe nun die Nüsse hinein.
  10. Gebe die Nougatmasse in die Backform und lasse sie bei Zimmertemperatur auskühlen und bestäube die Oberfläche mit etwas Speisestärke.
  11. Der Nougat sollte nun 1 Tag ruhen.
  12. Nach dem Ruhen sollte der Nougat nun schnittfest sein. Bestäube die Arbeitsfläche mit ein klein wenig Speisestärke und kippe den Nougat aus der Form und löse das Backpapier von der Oberfläche.
  13. Jetzt kannst du den Nougat in die von dir gewünschte Form schneiden.
  14. Lasse die Bitterschokolade in einer Schüssel über einem Wasserbad schmelzen.
  15. Beziehe den Nougat mit der Schokolade und bestreue die noch warme Schokolade mit den gehackten Pistazien.
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