Veganes Power-Frühstück – oder: wie man Bohnenmus sexy macht

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Veganes Powerfrühstück: Fuhl

[Fuhl]

Es gibt Gerichte, die man nicht so wirklich erklären kann. Einfach zu sagen „Das ist voll lecker!!“ reicht ja meistens leider nicht aus. Wenn ich sage „Das ist vegan!“ , reagieren nur meine veganen Freunden mit Luftsprüngen. Bohnenmus klingt auch nicht wirklich sexy … Wie kann ich also jemandem ein eher hässliches Mus aus Kichererbsen und Favabohnen näher bringen? Richtig, ich setze es den Gästen einfach ohne eine Vorwarnung vor und hoffe, dass es ihnen schmeckt.

Ich bin wirklich unglaublich froh, dass es bisher nicht nur allen geschmeckt hat – sonder, dass sogar alle begeistert waren. Also, Fuhl ist ein Mus aus Bohnen und Kichererbsen, das mit Knoblauch, Zitronensaft und Cumin angemacht wird. Das allein macht aber nicht das Gericht aus. Meine Mutter sagt immer „Fuhl musst du verwöhnen!“ Wie verwöhnt man also Kichererbsen und Bohnen? Mit Kräutern und fruchtigen Tomaten. Mit frischem und eingelegtem Gemüse. Mit Oliven und einer Tasse Tee.

Du hast also dieses Mus als Grundlage, gibst eine kleine Handvoll gehackter Petersilie und Minze darauf und bedeckst die Kräuter mit süßlichen Tomatenwürfeln. Den letzten Schliff bekommt Fuhl mit einem ordentlichen Schuss Olivenöl. So, das setze ich dann meinen Freunden vor – und sie schauen mich mit großen Augen an. Irgend etwas fehlt …

Kein Löffel, kein Messer und keine Gabel … „Wie soll man das denn essen?!?“
Ich reiche dünnes libanesisches Fladenbrot und demonstriere, wie ich Fuhl essen würde. Ich reiße mir ein Stück Fladenbrot ab, halte es zwischen Daumen und Zeigefinger und drücke das Brot ins Fuhl. Dabei versuche so viel Fuhl aufzunehmen, wie ich kann. Ich habe dann etwas vom Mus, frische Kräuter und Tomatenwürfen im Fladenbrot – und alles glänzt vom Olivenöl. Das esse ich dann und lächle meine Freunde auffordernd an. Nach ein paar ersten gescheiterten Versuchen, klappt es bei allen dann doch und das Lächeln greift um sich.

Fuhl ist eine wirklich leckere und vor allem sehr gesellige Angelegenheit. Achte beim Zubereiten auf die Qualität der Zutaten, besonders beim Olivenöl. Zum Snacken reiche ich immer eine Auswahl an frischem und eingelegtem Gemüse und Oliven. Dazu gibt es entweder schwarzen Tee oder Mokka.

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Rezept

Zutaten für 3 – 4 Portionen:

Für das Mus

  • 2 Dosen Favabohnen* (je 400 g inkl. Flüssigkeit)
  • 1 Dose Kichererbsen (400 g inkl. Flüssigkeit)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Cumin
  • 1 Zitrone
  • Salz, Pfeffer

Für das Topping

  • 1 (großes) Bund glatte Petersilie
  • 3 Zweige Minze
  • 3 Rispentomaten
  • Olivenöl*

Außerdem

Zubereitung:

  1. Gib die Bohnen und Kichererbsen inkl. Flüssigkeit in einen Topf und erhitze sie auf mittlerer Stufe. Du musst hier nichts mehr garen – es soll nur alles schön heiß werden.
  2. Schäle währenddessen Knoblauch und zerstampfe ihn im Mörser. Gib ihn anschließend mit dem Saft einer Zitrone und dem Cumin in eine Schale und verrühre alles miteinander.
  3. Hacke die Petersilie und die Minzblätter. Du kannst sie gern miteinander vermischen und in ein kleines Schälchen geben.
  4. Schneide die Tomaten in kleine Würfel und gib sie in ein Schälchen.
  5. Gib jetzt die Bohnen und Kichererbsen mit 1/4 der Flüssigkeit in die Schale mit dem Knoblauch und zerstampfe alles grob. Verrühre das Mus und schmecke es noch mit Salz und Pfeffer ab. Sollte das Mus zu dick sein, kannst du mehr von der Flüssigkeit einrühren.

So funktioniert das Servieren:

  1. Verteile das Mus auf kleine Schälchen oder tiefe Teller.
  2. Jeder nimmt garniert sein Mus selbstständig mit Petersilie, Minze und gehackten Tomaten.
  3. Zum Schluss gibst du einen ordentlichen Schuss Olivenöl über das Fuhl. Spare nicht mit dem Olivenöl – es darf sich ruhig ein kleiner Graben aus Öl bilden.

So funktioniert das Essen:

  • Es wird mit den Händen gegessen.
  • Reisse dir ein Stück Fladenbrot ab und halte es zwischen Daumen und Zeigefinger. Drücke das Brot ins Fuhl und versuche so viel Fuhl aufzunehmen, wie du kannst.
  • Ab in den Mund damit.

Zum Fuhl kannst du verschiedenes frisches Gemüse und eingelegtes Gemüse reichen: frische Paprika, Gurken, Radieschen, Peperoni etc.

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