Libanesischer Spinateintopf
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Libanesischer Spinateintopf: Yakhnet Sabanegh

Ich war ein sehr ungewöhnliches Kind, denn ich liebte Spinat. Ich kann auch ganz ehrlich bis heute nicht verstehen, warum so viele Kinder angeblich so eine Abneigung gegen dieses göttliche Gemüse haben. Dabei kann man doch so unfassbar leckere Sachen damit machen. Man kann Spinat zum Beispiel mit Feta in Teigtaschen stecken, einen Salat daraus zaubern oder als richtig leckeren Spinateintopf mit gerösteten Pinienkernen an duftendem Butterreis servieren.

Früher kam ich manchmal aus der Schule und es duftete nach… nichts. Katastrophal, geht gar nicht, eine absolute Unverschämtheit. (Ich habe mich dann immer sofort an die Reserven unseres kleinen, aber stets gefüllten Schokoladenvorrats gestürzt). Ein hungriges Kind, das gerade ganze 3 Stunden Schule hatte soll man ja schließlich nicht warten lassen (ich war als hungriges Kind eine Diva, bin ich heute noch). Aber wie aus Zauberhand stand ca. 30 Minuten später ein köstlicher Spinateintopf auf dem Tisch. Meine Mutter ist schnell beim Kochen, aber Yakhnet Sabanegh (heißt übersetzt ganz simpel “Spinateintopf”) ist tatsächlich in Windeseile zubereitet.

Spinateintopf in zwei Varianten

Für den Eintopf gibt es zwei Varianten. Meine Oma bereitete ihn immer mit Rinderhack zu. Meine Mutter hingegen lässt das Fleisch weg. Beide Varianten schmecken super, versprochen! Du hast also die Qual der Wahl. Ich habe das Rezept meiner Oma genommen und verwende auch etwas Rinderhack, was dem Spinateintopf einen kräftigeren, herzhafteren Charakter gibt. Was aber auf keinen Fall fehlen darf, sind frisch geröstete Pinienkerne – gerade bei der veganen Variante. Wenn du den Eintopf also vegan/vegetarisch zubereiten möchtest, dann erhöhe etwas die Menge der Pinienkerne.

Spinat: Frisch oder aus der Tiefkühlung?

Ich persönlich nutze frischen, jungen Spinat super gerne in Salaten. Für den Eintopf greife ich lieber zur TK Variante. Der Spinat wird direkt nach dem Ernten gewaschen und schockgefrostet. Es bleiben also die meisten Nähstoffe im Gemüse. Zudem ist der Spinat dann auch noch praktischerweise bereits gehackt und ich kann ihn direkt verwenden. Der Spinateintopf ist übrigens ein richtiger Sommer-Eintopf! Es kommt ein ordentlicher Schuss Zitronensaft mit rein, der dem Eintopf eine wirklich leckere Frische verleiht.

Funfact: Im Libanon isst man den Yakhnet Sabanekh inkl. Reis übrigens nicht mit Besteck, sondern schaufelt alles mit frischem Fladenbrot in sich rein 😉


Rezept für Yakhnet Sabanegh – Libanesischer Spinateintopf

Libanesischer Spinateintopf
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Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 30 Min.
Arbeitszeit 45 Min.
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 500 g Spinat gehackt, TK
  • 250 g Rinderhack
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zitrone
  • 30 g Pinienkerne
  • 1 TL Koriander gemahlen
  • Salz, Pfeffer
  • 1 x Butterreis

Anleitungen

  • Spinat auftauen lassen.
  • Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
  • Olivenöl in einem Topf erhitzen und das Rinderhack ca. 3 Minuten scharf darin anbraten. Zwiebel und Knoblauch hinzugeben, Herd auf mittlere Stufe stellen und ca. 5 Minuten mit anbraten.
  • Gemahlenen Koriander und Spinat hinzugeben und mit Brühe ablöschen.
  • Zitrone auspressen und Zitronensaft zum Eintopf geben. Eintopf für ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  • Pinienkerne ohne Öl in einer Pfanne auf mittlerer Stufe kurz anrösten, bis sie etwas Farbe haben und zum Eintopf geben. Eintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Butterreis nach Rezept zubereiten
  • Spinateintopf mit Butterreis und nach Wunsch mit Zitronenschnitzen servieren.

Notizen

*Rezept enthält Affiliate-Links. 

Wenn du Eintöpfe auch so liebst, dann probiere auch unbedingt mal Fasolia, den Okra-Eintopf und den libanesischen Kartoffeleintopf.

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