Taboulé – Petersiliensalat

Taboulé Petersiliensalat

Taboulé ist eines der Schlüsselrezepte meines Lebens. Als Kind habe ich mich immer sehr darauf gefreut, wenn der Petersiliensalat endlich serviert wurde. Und wenn es mal länger dauerte, war ich eigentlich Schuld daran. Ich musste halt das letzte „Go“ geben.

Der Grund: Ich probierte kritisch und entschied, ob das Verhältniss zwischen Salz und Säure passt, ob genug Tomaten drin sind und ob der Bulgur noch den richtigen Biss hat … was soll ich sagen? Natürlich passte immer alles. Für mich ist Mamas Taboulé einfach das Beste der Welt!

Irgendwann fand Taboulé seinen Weg in die Regale der hiesigen Supermärkte. Es war grausam. Was als „Taboulé“ angepriesen wurde, sah eher wie ein Couscous-Salat aus. Und es schmeckte aber wie … Und ganz ehrlich: Couscous gehört nicht in diesen Salat! Wir nehmen Bulgur.

Couscous ist eine Art Pasta. Es wird aus Grieß gemacht und zu mini mini mini Kügelcheln gerubbelt. Bulgur dagegen ist Weizenschrot. Und Bulgur darf nur in kleinen Teilen in den Salat. Der Hauptbestandteil ist Petersilie.

Da das geklärt ist, kann ich dir eben noch erklären, wie man Taboulé isst. Nein, nicht mit einer Gabel! Man nimmt sich ein langes Salatblatt (Romana-Salat) und füllt sich das Blatt mit Taboulé. Schau her:

Taboulé Petersiliensalat

Wie bei einem Taco… Den Trick, wie man alles unbeschadet in den Mund bekommt, verrät die Matrix: Nicht der Löffel biegt sich, sondern du. Bewege deinen Kopf seitlich auf das Gerät zu und es wird alles in deinem Mund landen.

Im Endeffekt ist es aber wirklich egal, wie du dein Taboulé isst: Hauptsache, es schmeckt dir 🙂

Rezept für Taboulé

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 großes Bund Petersilie
  • 2 -3 Rispentomaten oder entsprechend mehr Minitomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zitrone
  • 1 Zweig Minze (nur die Blätter)
  • 50 g feiner Bulgur
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Zimt
  • Olivenöl

Zum Servieren: Romana-Salat

Zubereitung:

  • Die Petersilie und Minze fein hacken.
    – Wie fein genau Du die Petersilie hackst, ist Dir überlassen. Ich persönlich würde sie nicht pürieren, da dem Salat ansonsten der Biss fehlt.
  • Zwiebel sehr fein hacken.
    – ein extra Tipp zwischendurch: gib direkt beim Hacken der Zwiebel Salz, Pfeffer und einen Hauch Zimt hinzu und hacke die Gewürze mit durch. Es entsteht eine Zwiebel-Gewürzmischung.
  • Die Tomaten fein würfeln und mit den Zwiebeln zur Minze und Petersilie geben.
  • Um den Bulgur zu garen, übergieße ihn mit warmen Wasser und lass ihn kurz ziehen. Achte darauf, dass er nicht zu weich wird. Der Bulgur darf ruhig etwas „Al Dente“ sein. Gieße das restliche Wasser ab und gib den Bulgur anschließend zur Petersilie.
  • Zitrone auspressen.
  • Zum Schluss vorsichtig Zitronensaft und Olivenöl hinzugeben und alle Zutaten miteinander vermengen.
    – einige Zitronen geben mehr Saft als andere. Deshalb würde ich erstmal nur die Hälfte vom Zitronensaft dazugeben und später eventuell mehr. Und: spare nicht am Olivenöl.
  • Probiere anschließend, ob Dir das Verhältnis zwischen Säure und Salz schmeckt. Würze evtl. noch einmal mit Salz, Pfeffer, Zimt und Zitrone nach.

Taboulé passt perfekt zu gegrillten Hähnchenspießen oder Kafta.

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