Spinattaschen – Fatayer

Fatayer Spinattaschen

Dank meiner libanesischen Essgewohnheiten bin ich kulinarisch eigentlich schon ziemlich verdorben. Wieso? Weil ich mich beim Essen selten wirklich entscheiden kann. Am liebsten würde ich dann nämlich von Allem etwas nehmen. Genau deshalb liebe ich orientalische Tafeln. Man bekommt von Allem immer etwas – und was wäre die beste Tafel ohne Spinattaschen?

Wenn meine Eltern Gäste zum Essen eingeladen haben, gab es natürlich immer eine reich gedeckte Tafel. Und du musst wissen: Bei uns war man eigentlich immer zum Essen eingeladen, sobald man auch nur in die Nähe der Haustür kam.

Ich weiß noch ganz genau, wie ich mit meinen Geschwistern dann gerne mal der Küche einen Besuch abgestattet habe. Und da meine Mutter gefühlt immer an mindestens 50 Rezepten gleichzeitig gearbeitet hat, wurde uns immer irgendwas leckeres in den Mund geschubst und schließlich wir aus der Küche. Naja, ich durfte irgendwann bleiben und helfen.

Und eines der Highlights für mich war, mit welcher Eleganz meine Mutter die Spinattaschen gefüllt und anschließend zu der typischen Form zusammengezupft hat. Im Prinzip ist es gar nicht mal so schwer: Hier ein Lappen hoch, da eine Seite verbinden, hier mal andrücken und tadaaaa: Fertig ist der klumpen mit Spinat drumherum. Aber mittlerweile kann ich das besser 😉

Und du wirst das ganz sicher auch sehr gut meistern. Auch wenn die ersten vielleicht nicht ganz so aussehen werden, wie du sie dir wünscht – sie werden trotzdem unglaublich lecker werden: Ein lockerer Hefeteig mit einer Füllung von Spinat mit leicht säuerlichen Sumach-Zwiebeln, Feta und einer feinen Note von Zimt. Passt perfekt auf jedes Buffet.

Rezept für ca. 15 Spinattaschen

Hefeteig:

  • 500 g Mehl
  • 7 g Trockenhefe
  • 80 ml Olivenöl
  • 50 ml Milch
  • 260 ml Wasser (lauwarm)
  • 1 1/2 TL Salz
  • 1 TL Zucker

Füllung:

  • 600 g Blattspinat (TK geht auch)
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Zimt
  • 100 g Feta
  • 2 TL Sumach
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Teig

  1. Zucker in lauwarmen Wasser auflösen, Trockenhefe dazugeben und ca. 10. Minuten stehenlassen.
  2. Anschließend mit allen Teig-Zutaten einen Teig kneten. Du solltest den Teig gut 20 Minuten lang kneten.
  3. Teig in eine große Schüssel geben und zugedeckt ca. 90 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Füllung

  1. Blattspinat ggf. auftauen.
  2. Spinat salzen und mit den Händen für ein paar Minuten gut durchkneten. Der Spinat fällt ins sich zusammen und verliert an Volumen. (Das passiert bei frischen Spinat, der TK Spinat hat den Zerfall schon durchgemacht.)
  3. Spinat jetzt entweder in einem Sieb oder in einem Passiertuch ordentlich entwässern. Drücke so viel Wasser heraus, wie du nur kannst.
  4. Spinat nochmal mit dem Messer grob hacken.
  5. Zwiebel schälen und fein hacken und direkt mit dem Sumach vermengen.
  6. Feta mit der Hand ordentlich zerkrümeln.
  7. Alle Zutaten für die Füllung miteinander vermengen und nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Taschen formen

  1. Den Teig aus der Schüssel auf einen bemehlten Tisch holen.
  2. Teig noch einmal kurz durchkneten und anschließend vierteln.
  3. Teiglinge für weitere 10 Minuten mit einem Tuch abgedeckt stehen lassen.
  4. Backofen auf 200 °C vorheizen.
  5. Einen der Teiglinge dünn ausrollen und Kreise mit ca. 10 cm Durchmesser ausstechen. (Ich nutze dafür immer eine kleine Schale)
  6. Ca. 2 TL Füllung pro Kreis verteilen. (Ich mache das immer mit den Fingern)
  7. Zum Verschließen: Kreis an zwei Seiten nehmen, oben in der Mitte zusammendrücken und entlang einer Seite verschließen.
  8. Du hast jetzt eine Spitze, geschlossene Seite und zur anderen Seite ist noch eine Lasche offen.
  9. Nimm diese Lasche und ziehe diese hoch. Seiten verschließen.
  10. Du müsstest jetzt eine Art Pyramide haben. Drücke die Nähte wirklich gut zusammen, sonst könnte beim Backen Saft austreten.
  11. Spinattaschen auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ca. 20 Minuten backen.
  12. Das Ganze wiederholst du mit den anderen Teiglingen.

Achtung: Lass die Spinattaschen bitte ordentlich abkühlen, bevor du sie genießt. Du verbrennst dir dann nicht die Zunge – und sie schmecken kalt tatsächlich viel besser.

Dazu passt Taboulè, Hummus und – eigentlich alles aus meinem Blog ganz gut dazu 😉

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